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Studienangebot „Deutsch als Zweit- und Fremdsprache" (2-Fach)

Wichtiger Hinweis: Der Bachelorteilstudiengang DaZ/DaF wurde im Rahmen seiner Reakkreditierung von einem Begleitfach zum 2-Fach weiterentwickelt. Die entsprechende Prüfungsordnung soll nach Angabe der Philosophischen Fakultät im Sommersemester 2018 veröffentlicht werden. Sie tritt zum WS 2018/19 in Kraft und gilt ausschließlich für Bewerberinnen und Bewerber für das erste Fachsemester. Alle nachfolgenden Angaben dienen der frühzeitigen Infomation von Studieninteressierten, stehen aber unter dem Vorbehalt des In-Kraft-Tretens der Prüfungsordnung.

 

Deutsch als Zweit- und Fremdsprache wird als gemeinsamer Studiengang des „Instituts für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft“ und der „Abteilung für Interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeitsforschung mit Sprachlernzentrum“ des Instituts für Sprach-, Medien- und Musikwissenschaft durchgeführt.

 

 

Studiengangsprofil

Der Bachelorteilstudiengang Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ/DaF) vermittelt Wissen und Fertigkeiten sowie personale Kompetenzen, welche die Absolventinnen und Absolventen primär, jedoch nicht ausschließlich, auf Tätigkeiten im Bereich der Fremdsprachenvermittlung vorbereiten. Mit seiner konsequenten Verbindung von Theorie und Praxis trägt der Bachelorteilstudiengang sowohl dem Anspruch Rechnung, einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss anzubieten, als auch auf einen weiterführenden konsekutiven Masterstudiengang vorzubereiten. Dabei greift der Studiengang die dem Fach innewohnende doppelte Perspektivierung Zweit- und Fremdsprache, Inland und Ausland, Kinder/Jugendliche und Erwachsene auf. Mit der Ausrichtung auf eine Unterrichtstätigkeit, die auch im Ausland ausgeführt werden kann, wendet sich der Studiengang explizit auch an ausländische Studierende mit sehr guten Deutschkenntnissen, die in ihren Heimatländern eine solche Tätigkeit anstreben.

Der Bachelorteilstudiengang Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ/DaF) zeichnet sich durch seine lehr-/lernwissenschaftliche Perspektivierung mit einem hohen Praxisbezug aus. Zentrale Inhalte sind:

  • Gesellschaftlich-politische Rahmenbedingungen des Lehrens und Lernens von DaZ/DaF
  • Theorien, Methoden und Forschungsfelder des Fremd- und Zweitsprachenerwerbs
  • Mehrsprachigkeitstheorien und Mehrsprachigkeitsdidaktik
  • Kultur und Gesellschaft des deutschsprachigen Raums unter Einbeziehung der deutschsprachigen Literatur in der Fremdperspektive
  • Synchrone Sprachwissenschaft des Deutschen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Gebrauchsstandards
  • Die Vermittlung von Deutsch als fremder Sprache sowie landeskundlich-kultureller Inhalte innerhalb und außerhalb des deutschsprachigen Raums
  • Lehr-/Lernperspektiven und Vermittlungspraxis in hoch divergenten Berufs- und Tätigkeitsfeldern

Die Studierenden gewinnen grundlegende Einblicke in die Arbeitsfelder Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und einen Überblick über zentrale Modelle und Methoden der Zweitspracherwerbsforschung. Sie erwerben Kenntnisse in der unterrichtlichen Behandlung von Literatur, Kultur und Landeskunde, in unterschiedlichen Bereichen der deutschen Gegenwartssprache sowie der Mehrsprachigkeits- und der Interkulturalitätsforschung. In zwei Modulen, in denen die Didaktik des DaZ/DaF-Unterrichts im Mittelpunkt steht, werden die Studierenden an eine Lehrtätigkeit herangeführt. Der Praxisbezug des Studiengangs kommt auch in einer obligatorischen begleiteten Praktikumsphase zum Ausdruck, in der die Studierenden lernen, ihre bis dahin erworbenen Kompetenzen in die Unterrichtspraxis umzusetzen und weiterzuentwickeln und die eigene Lehrtätigkeit kritisch zu reflektieren. Die Studierenden erwerben so durch die aufeinander abgestimmte Verbindung von Theorie- und Praxisteilen Wissen und Fertigkeiten, die sie dazu befähigen, Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache zu unterrichten.

 

Studienaufbau und Inhalte

Der Bachelorteilstudiengang wird als 2-Fach studiert und mit einem weiteren 2-Fach kombiniert. Er umfasst acht Pflichtmodule, in denen über die Regelstudienzeit von sechs Semestern 78 Leistungspunkte erworben werden:

  • Modul 1: Deutsch als Zweit- und Fremdsprache
  • Modul 2:  Mehrsprachigkeit
  • Modul 3: Kultur, Literatur und Landeskunde
  • Modul 4: Didaktik/Methodik DaZ/DaF
  • Modul 5: Linguistik
  • Modul 6: Areal-/Varietätenlinguistik
  • Modul 7: Unterrichtspraxis
  • Modul 8: Projektmodul Methodik/Didaktik

M1 Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (1. und 2. Semester): Das Modul fungiert als Einführung in das Fach DaZ/DaF und legt in zwei Semestern inhaltlich und methodisch Grundlagen für das weitere Studium. Gegenstände sind etwa die politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Deutsch als Fremdsprache-/Zweitsprache-Lernens und Lehrens, Arbeitsfelder für Absolventen, Zielgruppen sowie Curriculumplanung- und -entwicklung. Parallel hierzu enthält das Modul einen methodischen Schwerpunkt, in dem Forschungsmethoden der Fremd- und Zweitspracherwerbsforschung sowie die Grundsätze und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens einschließlich der wissenschaftsbezogenen Nutzung digitaler Ressourcen vermittelt werden.

Modul 2 Mehrsprachigkeit (1. Semester): Im Kontext der zunehmenden Wahrnehmung von Mehrsprachigkeit und kultureller Diversität als zentrale Ressource der beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe thematisiert das Modul Aspekte der individuellen, gesellschaftlichen und institutionellen Ausprägungen von Mehrsprachigkeit. Mit Blick auf die Qualifikationsziele des Studiengangs wird dabei insbesondere auch die Reaktion der Bildungseinrichtungen auf die hiermit verbundenen Herausforderungen behandelt. Weitere Inhalte des Moduls sind Theorien und Modelle der Mehrsprachigkeitsforschung und des Erst-, Zweit- und Fremdsprachenerwerbs sowie der für die spätere Vermittlungstätigkeit zentrale Bereich der Alphabetisierung und des Zweitschrifterwerbs.

M3 Kultur, Literatur und Landeskunde (2. Semester): Das Plenum Interkulturelle Kommunikation vermittelt vertieftes Wissen über Problemfelder, theoretische Ansätze und Methoden des Forschungs- und Handlungsfeldes Interkulturelle Kommunikation, das den Studierenden ein multiperspektivisches Verständnis interkultureller Kommunikationsprozesse ermöglichen soll. Die beiden Seminare thematisieren Aspekte zum einen einer Didaktik der Landeskunde und zum anderen der Literaturvermittlung im gesteuerten Fremdsprachenunterricht.

M4 Didaktik/Methodik DaZ/DaF (3. und 4. Semester): Das erste Didaktik-Modul fokussiert, verteilt über zwei Semester, die Lernerperspektive und behandelt u.a. Methoden des DaZ/DaF-Unterrichts, Kompetenzen/sprachliche Fertigkeiten, Wortschatz- und Grammatikvermittlung, Sprachstandsdiagnose, Aufgaben- und Übungstypologie, Fehleranalyse und Methoden der Fehlererhebung. Das zweisemestrige Modul wird im ersten Semester parallel zum Linguistik-Modul angeboten und eröffnet hierdurch die Möglichkeit einer Kopplung zwischen der Vermittlung linguistischer Theoriebildung und der didaktischen Umsetzung ausgewählter Inhalte. Ein Schwerpunkt dieses Moduls liegt in einer ersten Aufnahme unterrichtspraktischer Erfahrungen und Kenntnisse, zum einen über Hospitationen im Berufsfeld, zum anderen über Microteaching-Elemente, die den Studierenden einen Perspektivwechsel ermöglichen und so die Reflexion der eigenen Rolle als zukünftige Lehrkraft ermöglichen.

M5 Linguistik (3. Semester): Mit diesem Modul wird der Erkenntnis Rechnung getragen, dass Lehrende im Bereich der Fremdsprachenvermittlung für die unterschiedlichsten unterrichtlichen Kontexte über explizites und jederzeit abrufbares sprachstrukturelles Wissen verfügen müssen. In einem Plenum, das in die für die synchrone Sprachwissenschaft relevanten Gegenstandsbereiche und Forschungsansätze einführt, wird den Studierenden Wissen im mikro- und makrolinguistischen Bereich vermittelt, die Seminare zielen auf die Vermittlung von Terminologiewissen zur deutschen Grammatik bzw. von methodischen Ansätzen der unterrichtlichen Behandlung von Grammatik und Phonetik ab.

M6 Areal-/Varietätenlinguistik (4. Semester): Für DaZ- und insbesondere DaFLehrende erscheint die Fähigkeit, unterschiedliche Varietäten des Deutschen angemessen beschreiben und klassifizieren sowie von Varianten abgrenzen zu können, unerlässlich. Das Modul baut auf den Kenntnissen von Modul 5 auf, wobei ein Perspektivwechsel von Sprachstrukturen hin zur Sprachverwendung erfolgt.

M7 Unterrichtspraxis (5. Semester): Das Modul bereitet in einem Vorbereitungsseminar auf die Unterrichtspraxis vor, an das sich das Unterrichtspraktikum anschließt, das die Verbindung zur außeruniversitären Anwendung herstellt und Einblicke in mögliche Berufsfelder vermittelt. Es wird intensiv durch einen Praktikumsverantwortlichen begleitet. Ein weitgespanntes Kooperationsnetz der „Abteilung für Interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeitsforschung mit Sprachlernzentrum“ bietet den Studierenden die Möglichkeit, das Unterrichtspraktikum bei entsprechendem Wunsch entweder an einer Bildungseinrichtung im Inland oder an einer ausländischen Bildungseinrichtung zu absolvieren. Über den Köln-Bonner Raum hinaus bestehen Praktikumsvereinbarungen oder -kontakte mit ca. 70 Institutionen weltweit, vor allem Universitäten, Goethe-Instituten und Kulturgesellschaften.

M8 Projektmodul Methodik/Didaktik (6. Semester): Im zweiten der beiden Didaktikmodule liegt im Anschluss an die erfolgreiche Absolvierung des Unterrichtspraktikums der thematische Schwerpunkt auf der Lehrperspektive: In Form eines Projektmoduls werden die während des Unterrichtspraktikums gemachten Erfahrungen der Studierenden aufgegriffen und nochmals ausgewählte Inhalte der DaZ/DaF-Didaktik behandelt. In Fortführung des ersten Didaktikmoduls wird über Microteaching eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Lehrendenperspektive erreicht, es werden wichtige methodische Verfahren erlernt und trainiert, Inhalte des Sprachunterrichts erarbeitet und durchdrungen.

Ausführliche Angaben zu den Lernzielen, Inhalten und Leistungspunkte der einzelnen Module können dem Modulhandbuch entnommen werden.

Als weitere Studien- und Prüfungsleistungen sind zu absolvieren:

  • die Module des zweiten Bachelorteilstudiengangs (78 LP)
  • frei wählbare Module des Optionalbereichs (z.B. in Fremdsprachen, Soft Skills etc., 12 LP)
  • die Bachelorarbeit (12 LP)

 

Dokumente zum Download:

  • Modulhandbuch mit Studienplan (folgt)
  • Leitfaden zum Modul 7 Unterrichtspraxis (folgt)

 

Fächerkombination und Zulassungsvoraussetzungen

Der Bachelorteilstudiengang Deutsch als Zweit- und Fremdsprache kann im ersten Fachsemester ab dem WS 2018/19 nur im Rahmen des 2-Fach-Modells studiert werden. Dabei stehen grundsätzlich alle weiteren 2-Fach-Bachelorstudiengänge der Philosophischen Fakultät zur Auswahl. Einzige Ausnahme ist das Fach Sprache und Kommunikation in der globalisierten Mediengesellschaft.

Besonders empfohlen wird eine Kombination mit den Einzelphilologien Anglistik, Französistik, Germanistik, Hispanistik und Italianistik, da zu diesen ausgeprägte fachlich-inhaltliche Affinitäten bestehen.

Zugleich erlaubt der Studiengang den Studierenden durch die Kombination mit einem weiteren Fach die unter den Aspekten der wissenschaftlichen Qualifizierung und einer Diversifikation möglicher Berufsfelder wünschenswerte Ausbildung eines zweiten Schwerpunktes.

Das Studium kann für Erstsemester nur im Wintersemester aufgenommen werden. Es bestehen Zulassungsbeschränkungen (Orts-NC). Weitere Informationen sind hier erhältlich.

 

Tätigkeitsfelder

Der Studiengang qualifiziert die Studierenden durch die aufeinander abgestimmte Verbindung von Theorie- und Methodenwissen mit praxisbezogenen Ausbildungsanteilen für Tätigkeiten im Bereich der Vermittlung des Deutschen als fremde Sprache, wobei eine Lehrtätigkeit an Institutionen der Erwachsenenbildung im In- und Ausland - wie Volkshochschulen, Integrationskursen, Goethe-Instituten oder Universitäten (etwa als DAAD-Lektor) etc.  - als hauptsächliches Berufsfeld betrachtet wird. Das Curriculum ist primär am Unterricht für Erwachsene ausgerichtet, darüber hinaus findet aber auch der Unterricht für Jugendliche und Kinder in Schulen und schulnahen Bildungsinstitutionen im In- und Ausland Berücksichtigung. Sprachvermittlung hat sich dabei als relativ stabiles Berufsfeld mit guten Aussichten auf eine Beschäftigungsmöglichkeit erwiesen. In einem zusammenwachsenden Europa wird der Sprachvermittlung in Zukunft sogar ein noch höheres quantitatives und qualitatives Gewicht zukommen. Einen weiteren Bedeutungszuwachs erfährt sie in Deutschland angesichts der gesellschaftspolitischen Bemühungen um die Integration von Migranten.

Weitere Berufsfelder sind die Bereiche der Test- und Prüfungsentwicklung sowie der Lehrmaterialerstellung, daneben eröffnet das Studium Beschäftigungsmöglichkeiten auch in Schnittstellenbereichen als Verlagslektoren, Curriculum-/Programmentwickler, Autoren, Sprachplaner, Bildungsexperten, Kulturmittler etc. 

 

Auslandsstudium

Derzeit kooperiert die Abteilung für Interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeitsforschung mit Sprachlernzentrum im Rahmen des ERASMUS+-Programms mit Hochschulen in Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien und der Tschechischen Republik, doch sind auch andere Zielländer für ein Auslandsstudium und die Durchführung des Unterrichtspraktikums möglich.

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